Sachen spenden in Deutschland: Wo kannst du was abgeben — und was wird wirklich angenommen?
Kurze Antwort: Gut erhaltene Kleidung, Spielzeug, Bücher und Haushaltsgeräte kannst du bei Sozialkaufhäusern, Kleiderkammern und spezialisierten Organisationen abgeben. Wichtig: Nicht alles wird überall angenommen — und kaputte Sachen bitte nicht spenden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Nur gut Erhaltenes spenden — kaputte Sachen sind keine Spende, sondern Arbeit für andere
- Sozialkaufhäuser nehmen fast alles an (Caritas, Diakonie, Oxfam)
- Kleidercontainer nur für Kleidung, nicht für Schuhe oder Elektro
- Rescalu zeigt dir ob sich Verkaufen noch lohnt — bevor du spendest
- Für lokale Abgabestellen: Spenden-Karte in der Rescalu App
Wer nimmt was an?
Sozialkaufhäuser (Caritas, Diakonie, AWO, Oxfam)
Nehmen an: Kleidung, Schuhe (paarweise), Haushaltsgeräte (funktionierend), Bücher, Spielzeug, Möbel (nach Absprache), Geschirr Nehmen nicht an: Matratzen, beschädigte Elektrogeräte, Unterwäsche, kaputtes Spielzeug Wie: Direkt im Laden abgeben, manchmal Abholung für Möbel
Kleidercontainer (Humana, DRK, Malteser)
Nehmen an: Kleidung, Bettwäsche, Handtücher Nehmen nicht an: Schuhe, Spielzeug, Bücher, Elektro, nasse oder sehr schmutzige Kleidung Wie: Sauber, trocken, in Tüte verpackt einwerfen
Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Nehmen an: Kleidung, Hausrat, medizinische Hilfsmittel (Rollstühle, Krücken) Wie: Kleiderladen in vielen Städten, Abgabe direkt vor Ort
Tafeln
Nehmen an: Haltbare Lebensmittel (nicht abgelaufen), manchmal Haushaltsartikel Wie: Direkt bei der lokalen Tafel anfragen
Lokale Flüchtlingshilfe und Willkommens-Initiativen
Nehmen an: Kleidung (besonders Winterkleidung), Haushaltsgegenstände, Kindersachen, Bettwäsche Wie: Facebook-Gruppen, lokale Initiativen, Pfarrgemeinden
Möbel spenden
Möbel sind schwieriger — die meisten Organisationen holen nicht ab. Caritas und Diakonie haben manchmal Möbellagerprojekte. Ansonsten: eBay Kleinanzeigen (kostenlos abzugeben), nebenan.de, Facebook Marketplace.
Erst Wert checken — dann spenden
Bevor du etwas spendest: kurz den Wert prüfen. Was du für nichts weggibst, könnte 30, 50, 100 € wert sein.
Mit Rescalu (iOS & Android): Barcode scannen oder Foto machen → Marktwert in 15 Sekunden. Lohnt sich zu verkaufen? Dann verkaufen. Lohnt sich nicht? Spenden mit gutem Gewissen.
Faustregel: Unter 10 € Wert → spenden. Über 10 € → erst online anbieten, dann spenden wenn kein Käufer.
Die Rescalu Spenden-Karte
In der Rescalu App gibt es eine standortbasierte Karte mit Abgabestellen in deiner Nähe. Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern, Sammelstellen — nach Kategorie gefiltert. So weißt du direkt wo das nächste Sozialkaufhaus ist und was die annehmen.
Was du nie spenden solltest
- Kaputte Sachen: Defektes Spielzeug, gerissene Kleidung, kaputter Hausrat — das ist kein Geschenk, sondern Entsorgungsarbeit für die Organisation
- Sehr alte Elektrogeräte: Ohne CE-Kennzeichen oder sehr alte Geräte werden oft nicht angenommen und müssen aufwendig geprüft werden
- Verschmutzte Kleidung: Ungewaschen abgeben ist respektlos — gewaschen und gefaltet abgeben
- Einzelne Schuhe / fehlende Paare
Häufige Fragen
Kann ich Möbel kostenlos entsorgen? Sperrmüll: In den meisten Städten 1–2x pro Jahr kostenlos. Anmelden über die Gemeindewebsite. Ansonsten: Wertstoffhof oder Entrümpler (kostenpflichtig).
Bekomme ich eine Spendenquittung? Bei offiziellen Organisationen (Caritas, DRK, Oxfam) auf Nachfrage möglich — aber meist nur für höherwertige Gegenstände.
Was passiert mit gespendetem Zeug das niemand kauft? Sozialkaufhäuser verkaufen, was sich verkauft. Den Rest geben sie weiter an Recycling-Betriebe oder Hilfsprojekte im Ausland (besonders Kleidung).
Wert checken vor dem Spenden — damit du weißt was noch Geld bringt. Kostenlos für iOS & Android, mit integrierter Spenden-Karte.